„Gemeinsam Dampf machen für ein Schulessen mit Biss“

Bundesernährungsminister bestätigt Forderung der Volksinitiative „Guter Ganztag“ nach frisch vor Ort gekochtem Mittagessen in Schulen

Hamburg, 17. März 2016. Auf dem 6. Forum Schulcatering im Rahmen der INTERNORGA in Hamburg hat Bundesernährungsminister Christian Schmidt zu einem Qualitätspakt für gutes Schulessen aufgerufen. „Wir freuen uns, dass das Thema gesundes und nachhaltiges Schulessen wieder in den Fokus rückt“, kommentiert Christina Dwenger von der Volksinitiative die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Mit seiner Kampagne „Macht Dampf! – Für gesundes Essen in Kita und Schule“ stellt das Ministerium Informationen für ein besseres Schulessen zur Verfügung. Jörg Kleine, seit vielen Jahren „Slow Food“- Mitglied und Mitinitiator der Volksinitiative, weist auf das 1×1 der Ernährung hin, welches die Kampagne aufstellt: „Frische, Abwechslung und Genuss sind elementare Grundlagen. Verbunden mit dem direkten Kontakt zum Koch vor Ort führt dies zu einer hohen Akzeptanz beim Mittagessen. Darüber hinaus gehören Nachhaltigkeits- und Ernährungsbildung ebenso zu einer zukunftsorientierten Bildung. Daher fordern wir als Standard für alle Ganztagsschulen, dass in ihnen frisch vor Ort gekocht wird.“

Auch das Deutsche Kinderhilfswerk fordert ein Umdenken bei der Schulverpflegung: „Grundsätzlich sollten wir weg von Großküchen, stärker auf dezentrale Lösungen setzen und diese auch finanziell unterstützen“, heißt es in der Pressemitteilung vom 25.11.2014. „Dafür bedarf es flächendeckend kleinerer Einheiten von Küchen und keine teuren, zentralen Produktionsküchen, die dann doch wieder nur andere Schulen beliefern“, erklärt Jörg Kleine die Forderung der Initiative.

Die Initiatoren der Volksinitiative kritisieren seit langem, dass die Schulbehörde beim Ausbau der Ganztagsschulen zu wenig in gesundes, nachhaltiges Essen an Schulen investiert hat. „Doch obwohl gerade jetzt die Gelegenheit da wäre, zukunftsfähige Küchen zu schaffen, in denen frisch gekocht werden kann, werden weiterhin eher Aufwärmküchen eingerichtet“, kritisiert Manja Scheibner und fügt hinzu: „Wir hoffen daher vor dem Hintergrund der aktuellen Kampagne des BMEL, dass wir in den laufenden Verhandlungen mit den Regierungsfraktionen zu einem wirklich nachhaltigen Ergebnis kommen.“
Wird es bis Mai zu keiner Einigung in den Verhandlungen kommen, beantragt die Volksinitiative das Volksbegehren. Den Forderungen nach besseren Räumen, mehr Personal, besserer Schulverpflegung und Kooperation auf Augenhöhe im Ganztag an Schulen muss verhältnismäßig stattgegeben werden.
Startet die Initiative das Volksbegehren, beginnt das Sammeln der Unterschriften im September.

Das nächste Treffen für alle Interessierten findet am 14. April bei der GEW um 19:00 Uhr statt und alle sind herzlich eingeladen.

Für Rückfragen: Manja Scheibner
(Tel.: 0170-9607571)
kontakt@guter-ganztag.de

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