Auch im schulischen Ganztag haben Kinder das Recht zu spielen!

  • Motto des Weltspieltages am 28. Mai: „Spielen überwindet Grenzen“
  • Großes Potential für Integration im Ganztag an Schulen fördern
  • Mehr Spielräume und pädagogisches Fachpersonal notwendig

Hamburg, 27. Mai 2016: „Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung“, heißt es im Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk die Bedeutung des Spiels für Kinder ins Bewusstsein rufen und mehr Akzeptanz für spielende Kinder fördern.

Die Volksinitiative Guter Ganztag fordert seit langem, dass diesem Kinderrecht im Ganztag an Schulen die notwendige Bedeutung zukommt. Schulen müssen Lebensorte werden, an denen sich Kinder sowohl räumlich als auch zeitlich frei entfalten können und wohlfühlen.

Das diesjährige Motto für den am 28. Mai 2016 stattfindenden Weltspieltag lautet: „Spielen überwindet Grenzen“ und betont damit die Bedeutung des freien Spiels für eine bessere Integration von Flüchtlingskindern.

„Gerade im Ganztag an Schulen liegt ein großes Potential für die Integration von Flüchtlingskindern. Im Spiel begegnen sich die Kinder zwanglos, lernen ganz natürlich von-und miteinander – sowohl die Sprache als auch soziale Kompetenzen“, kommentiert Manja Scheibner von der Volksinitiative das diesjährige Motto und fügt hinzu: „Das kann aber nur gelingen, wenn das Recht auf Spiel ein genauso wichtiger Bestandteil wird, wie das Recht auf Bildung.“

Christina Dwenger erläutert dies: „ Schule wird heute meist noch als formaler Lernort gesehen, obwohl viele Kinder dort nun einen Großteil ihrer Kindheit verbringen. Das zeigt sich sowohl in der räumlichen Struktur als auch der Ausstattung. Kinder aber brauchen im Ganztag die Möglichkeit auf Ruhe, Bewegung und Spiel. Das ist eine unserer Forderungen und es ist traurig, dass es dafür in Hamburg erst einer Volksinitiative bedarf!“

„Ein guter Ganztag braucht grundsätzlich mehr pädagogische Fachkräfte, die Kindern als verlässliche Bezugspersonen helfen, ihre Kompetenzen zu erweitern. Dies wird besonders deutlich durch die Herausforderungen, die sich bei der Integration von Flüchtlingskindern ergeben“, fügt Gerd Kotoll im Hinblick auf eine weitere Forderung der Volksinitiative hinzu.

Manja Scheibner fasst zusammen: „Wenn der entsprechende Rahmen im Ganztag an Schulen für das Recht auf Spielen geschaffen wird, werden Kinder die Grenzen auch spielerisch überwinden können und bestmögliche Integrationsarbeit leisten.“

Hintergrund: Nachdem die Volksinitiative im vergangenen Jahr 15.000 gültige Unterschriften für eine bessere Qualität im Ganztag an Schulen gesammelt hatte, meldete sie nun am 25. Mai 2016 das Volksbegehren an. Sollten die laufenden Verhandlungen mit den Regierungsfraktionen kein akzeptables Ergebnis mit sich bringen, wird die Initiative nach den Sommerferien mind. 65.000 Unterschriften innerhalb von 3 Wochen sammeln müssen, damit die Forderungen nach besseren Räumen, frisch gekochtem Essen, mehr Personal und Kooperation auf Augenhöhe umgesetzt werden.

Pressekontakt:
Volksinitiative „Guter Ganztag“
Christina Dwenger
Tel.: 0179-399 99 33

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