Räume

Mehr Räume und Flächen für den Ganztag

Unsere Forderung:

Ich fordere Bürgerschaft und Senat auf, für jeden Standort lärmgeschützte Räume und Flächen für die Freizeit der Kinder zur Verfügung zu stellen, die zusätzlich zu den Räumen des Unterrichts Platz bieten für Toben, Ruhe und Spiel und die in Ausstattung und Größe den Richtlinien für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen ent- sprechen. Zudem fordere ich, dass in der Regel keine vorhandenen Schulflächen in Hamburg, weder Außen- noch Innenflächen zur anderweitigen Nutzung, Verkauf, Bebauung oder Vermietung freigegeben werden.

 

Zur Erläuterung:

Die Pläne der Behörde konterkarieren die Ideen und Visionen des Ganztags. “Der Raum als dritter Pädagoge“ wird ignoriert. Statt neue Räume zu schaffen, sollen Räume abgebaut werden! Klassenräume werden nicht ganztagstauglich, wenn man ein Sofa hineinstellt (meist fehlt selbst das). Multifunktionalität ist ein Zauberwort, das die triste Realität von ganztägiger Verweildauer in einem Klassenzimmer schönfärben soll. Aber Schulen brauchen z.B. einen Toberaum, einen Rückzugsraum und vielleicht auch eine Werkstatt. Zu den Räumen gehört auch, dass die Schulen tatsächlich Angebote anderer Träger, der freien Jugendhilfe nutzen können.
Häufig ist gerade die Doppelnutzung der Klassenräume ein wunder Punkt zwischen Lehrern und Erziehern – denn die Arbeit beider Professionen hat verschiedene Ansätze und braucht jeweils einen ganz eigenen Gestaltungsspielraum, den es bisher kaum gibt.
Therapieangebote für Kinder mit Förderbedarf müssen ebenfalls außerhalb der Unterrichtszeiten in den Schulräumen angeboten werden.

Stellen Sie sich einmal vor: Sie arbeiten in einem Großraumbüro, nach Feierabend dürfen sie dann den PC ausstellen und Ihre Freizeit in Ihrem Büro weiter genießen; holen vielleicht eine Jogamatte aus der Schublade und machen Entspannungsübungen, während die Kollegen über die neuesten Nachrichten diskutieren. Können Sie sich so erholen oder neue Eindrücke gewinnen?

Wir fordern daher den Senat auf, mehr Geld für eine kindgerechte, auch freizeittaugliche Ausstattung an Schulen zu investieren und das Kindeswohl beim Raumangebot zwingend zu beachten – denn Schule soll Lebens- und nicht nur Lernraum sein und werden!