Es geht los – Volksinitiative „Guter Ganztag für Hamburgs Kinder“ offiziell angemeldet

Ab jetzt zählt jede Unterschrift. Damit die Volksinitiative zustande kommt, müssen bis zum 6. Oktober 2015 mindestens 10000 Wahlberechtigte unterschreiben.

Die Vertrauenspersonen nach der Anmeldung der Volksinitiative "Guter Ganztag" vor dem Hamburger Rathaus: Christina Dwenger , Gerd Kotoll, Manja Scheibner

Die Vertrauenspersonen nach der Anmeldung der Volksinitiative „Guter Ganztag“ vor dem Hamburger Rathaus: Christina Dwenger , Gerd Kotoll, Manja Scheibner

Hamburg, 9. April 2015

Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Nachdem gestern SPD und Grüne ihren Koalitionsvertrag präsentierten und dabei in Teilen den künftigen Zuschnitt der Behörden bekanntgaben, ging heute die Volksinitiative „Guter Ganztag für Hamburgs Kinder“ offiziell an den Start, mit der sich der neue Senat in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen sollte.

Um 11.00 Uhr übergaben die von den Initiatoren gewählten Vertrauenspersonen Christina Dwenger, Gerd Kotoll und Manja Scheibner im Hamburger Rathaus die Unterschriftenliste und alle notwendigen Dokumente an Frau Korn vom Planungsstab der Senatskanzlei.

„Wir haben uns intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Gemeinsam mit den Initiatoren, den Unterstützern und unseren Kooperationspartnern sind wir sicher, dass wir die notwendigen Unterschriften in kurzer Zeit sammeln können.“ sagt Christina Dwenger.

Die Initiative besteht aus Eltern, Erziehern und engagierten Hamburger Bürgern. Die Ursprünge reichen teilweise bis 2009 zurück, als der damals schwarz-grüne Senat begann, die Horte zugunsten einer Nachmittagsbetreuung an den Schulen abzuschaffen. Nachdem der SPD-Senat die Ganztagsbetreuung flächendeckend nach dem Motto „Masse statt Klasse“ einführte, zeigten sich die strukturellen Probleme sehr rasch.

Gerd Kotoll erklärt dazu: „Es geht uns darum, den zurzeit vorhandenen Ganztag an allen Hamburger Schulen und für alle Hamburger Kinder deutlich zu verbessern. Das betrifft die Grundschule und die Förderschulen genauso wie die Stadtteilschulen und die Gymnasien.“

Die Forderungen sind klar:

  • Mehr und geeignetere Räume
  • Mehr pädagogisches Personal
  • Besseres Essen
  • Bessere Bedingungen für eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen Schule und Jugendhilfe-Trägern

„Wichtig ist uns auch“, so erläutert Manja Scheibner, „dass Beschäftigte der Schulen und freie Jugendhilfeträger in die Lage versetzt werden, vernünftig miteinander zu arbeiten. Das schließt selbstverständlich die Eltern und die Schüler mit ein.“

Trotz der zahlreichen Verhandlungen konnten nur wenige Veränderungen im Ganztag umgesetzt werden. Maßnahmen, die nach einer ersten Bilanz im letzten Jahr von der Schulbehörde selbst angestoßen wurden, zeigen nur selten Wirkung. „Das sind längst keine Anlaufschwierigkeiten mehr, wie es Senator Rabe immer wieder so schön sagt. Das sind altbekannte strukturelle Probleme, die jetzt dringend angegangen werden müssen.“ sagt Christian Martens, einer der Initiatoren.

Mit unserer Volksinitiative kann Guter Ganztag wirklich gelingen. Denn wenn unsere Stadt Ganztagsstandorte für Hamburgs Kinder einrichtet, dann muss es auch ein Guter Ganztag sein.

In der Anlage finden Sie die offizielle Unterschriftenliste zusammen mit unseren Forderungen und den Begründungen. Zahlreiche weitere Informationen finden Sie im Internet auf unserer Homepage.

Download Fotos:

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Anmeldung der Volksinitiave GUTER Ganztag im Hamburger Rathaus: Die drei Vertrauenspersonen Manja Scheibner, Gerd Kotoll und Christina Dwenger mit Annette Korn von der Senatskanzlei der Hamburger Bürgerschaft (v.l.n.r.).

Download: 2015-04-09_Anmeldung-Vertrauenspersonen-vorm-Rathaus.jpg

 

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Nach der Anmeldung: Die drei Vertrauenspersonen der Volksinitiave GUTER Ganztag Christina Dwenger, Gerd Kotoll und Manja Scheibner (v.l.n.r.) vor dem Hamburger Rathaus.

Download: 2015-04-09_Anmeldung-Vertrauenspersonen-im-Rathaus.jpg

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