Volksinitiative „Guter Ganztag“ fordert frisch zubereitetes Essen an allen Hamburger Schulen – wenige Produktionsküchen reichen nicht aus!

Die Volksinitiative „Guter Ganztag“ fordert, mindestens sogenannte Mischküchen an allen Schulstandorten in Hamburg einzurichten. „Auf diese Weise könnte an möglichst allen Schulen für unsere Kinder frisches Essen zubereitet werden.“ erklärt Manja Scheibner, eine der Vertrauenspersonen der Volksinitiative. „SPD und Grüne planen dagegen, nur wenige Großküchen zu bauen. Das halten wir für den falschen Weg, wenn er auf Kosten kleinerer Mischküchen geht“, kritisiert Scheibner.

Hintergrund ist der Antrag von SPD und Grünen, in eine frische Zubereitung der Nahrung an Schulen zu investieren, der am 24. Juni in der Bürgerschaft beraten wird. Dafür sollen nach dem Willen der Regierungsparteien in den nächsten 5 Jahren 20 sogenannte Produktionsküchen eingerichtet werden. „Produktionsküchen sind Produktionsbetriebe, wie der Name schon vermuten lässt“, erläutert Gerd Kotoll von der Volksinitiative. Aufgrund der hohen Anforderungen und Kosten seien sie nur für große Standorte geeignet. „Wir gehen davon aus, dass nur große Stadtteilschulen und Gymnasien diese Küchen erhalten.“

„Unsere Sorge ist, dass an einzelnen großen Schulen quasi Stadtteilproduktionsstätten errichtet werden, die dann alle umliegenden Schulen mit warm gehaltenen Essen mitversorgen. Davor können wir nur warnen“, so Kotoll. „Denn der Wunsch kleinerer Schulen nach einer Frischeküche wäre dann vermutlich kaum mehr realisierbar. Der Druck, einem Lieferverbund beizutreten, wäre zu hoch.“

Die Initiatoren der Volksinitiative kritisieren seit langem, dass die Schulbehörde beim Ausbau der Ganztagsschulen zu wenig in gesundes, nachhaltiges Essen für Schülerinnen und Schüler investiert hat. „In der Regel wurden lediglich Aufwärmküchen finanziert. Schlimmer noch, selbst die Anschlüsse für Strom und Wasser wurden trotz vieler Hinweise nicht so gelegt, dass mit vergleichbar geringen Mitteln auf eine Mischküche nachgerüstet werden könnte. Eine echte Fehlplanung!“ kritisiert Manja Scheibner.

Eine der Forderungen der Volksinitiative ist daher, dass eine pädagogisch wertvolle, gesunde und nachhaltige Essensversorgung an allen Schulen eingerichtet werden sollte. Christina Dwenger von der Volksinitiative sagt: „Die Schulbehörde muss umdenken und kleinere Mischküchen vor Ort ermöglichen, so dass alle Schulstandorte unsere Kinder autark und zugewandt versorgen können“.

„Mit echten Küchen vor Ort wird auch das Einbeziehen der Schülerinnen und Schüler für eine gute, gesunde Ernährung möglich“, fügt Manja Scheibner hinzu. „Erst wenn das flächendeckend umgesetzt wird, können allen Kindern Nachhaltigkeit und pädagogische Werte in Bezug auf den Umgang mit Nahrungsmitteln vermittelt werden.“

Unterstützen Sie die Volksinitiative: Die Forderungen und Unterschriftenlisten von unserer Website unter www.guter-ganztag.de herunterladen, ausdrucken, im Familien- und Freundeskreis unterschreiben und an uns zurücksenden.“ Bis zum 6. Oktober müssen mindestens 10.000 Unterschriften eingegangen sein.

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